In einer international angesehenen Fachzeitschrift zu publizieren, ist für Forschende eine der größten Leistungen. Dieses Ziel zu erreichen bedeutet allerdings, zahlreiche Hürden zu nehmen, und eine der wichtigsten ist eine gute Übersetzung des wissenschaftlichen Artikels. Sprachliche Qualität und Treue zum Originalinhalt sind entscheidend, besonders wenn die Publikationssprache nicht die Muttersprache der Autorin oder des Autors ist. Tatsächlich sind mehr als 80 % der in Scopus und Web of Science indexierten wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf Englisch verfasst, auch wenn sie aus nicht englischsprachigen Ländern stammen.
Eine Untersuchung veröffentlicht in PLOS ONE ergab, dass 43,5 % der kolumbianischen Doktorandinnen und Doktoranden in den Biowissenschaften mindestens eine Ablehnung oder Überarbeitungsaufforderung für ihre Artikel wegen grammatikalischer Probleme im Englischen erhielten. Darüber hinaus zeigte eine Studie in The Journal of Electronic Publishing , dass die Ablehnungsquoten bei Autorinnen und Autoren, deren Muttersprache nicht Englisch ist, höher liegen, häufig aus Gründen der Sprachkompetenz. Diese Befunde unterstreichen, wie wichtig eine präzise und fachlich spezialisierte Übersetzung wissenschaftlicher Artikel ist, um die Qualität des Manuskripts zu verbessern und die Chancen auf Annahme in internationalen Zeitschriften zu erhöhen.
An anderer Stelle warnt der Verlag Springer Nature davor, dass der falsche Gebrauch mehrdeutiger Abkürzungen und ungenauer grammatikalischer Strukturen zu den häufigsten Ursachen für Missverständnisse und redaktionelle Fehler bei der Begutachtung wissenschaftlicher Artikel zählt. Auf spezialisierte Übersetzerinnen und Übersetzer zurückzugreifen, die Fachsprache und redaktionelle Vorgaben beherrschen, ist daher ein unverzichtbarer strategischer Schritt geworden.
Warum ist eine gute wissenschaftliche Übersetzung so wichtig?
Eine hochwertige wissenschaftliche Übersetzung ist nicht bloß eine Formfrage: Sie wirkt sich unmittelbar auf die Annahmequote in indexierten Zeitschriften, auf die Klarheit der Botschaft und auf das internationale Ansehen der Autorin oder des Autors aus. Ein schlecht übersetzter oder schlecht geschriebener Artikel kann Folgendes nach sich ziehen:
- Fehldeutungen der Ergebnisse
- Misstrauen gegenüber der Methodik
- Ablehnung durch die Redaktion ohne Peer-Review
- Schaden für die Glaubwürdigkeit der Forschenden
Umgekehrt erhöht eine Übersetzung durch Fachleute mit Ausbildung im jeweiligen wissenschaftlichen Gebiet die Aussichten auf Veröffentlichung, Wirkung und Zitation erheblich.
Häufige Fehler beim Übersetzen wissenschaftlicher Artikel
1. Falsche Freunde: Wörter, die sich in zwei Sprachen ähneln, aber Unterschiedliches bedeuten. Zum Beispiel die Übersetzung von actual ins Spanische als „actual”, was gegenwärtig heißt, statt als „real”; das englische Wort für gegenwärtig lautetcurrent).
2. Wörtliche Übersetzung: Wiedergaben wie „grupo de control” für control group können ohne Prüfung des fachlichen Zusammenhangs falsch oder irreführend sein.
3. Uneinheitlicher Stil: ein uneinheitlicher Gebrauch von Passiv und Aktiv oder die Vermischung von akademischem Englisch mit umgangssprachlichen Wendungen beeinträchtigt den Ton des Artikels.
4. Fehler bei Abkürzungen: Abkürzungen falsch zu verwenden, ohne sie korrekt einzuführen, kann zu Verwirrung führen. Beispiel: N/A, et al., cf.und so weiter.

Häufige Abkürzungen, die sorgfältig zu handhaben sind
e.g. – exempli gratia, zum Beispiel
i.e. – id est, das heißt
etc. – et cetera, und so weiter
et al. – und weitere Autoren
cf. – vergleiche mit
sp. – Art
spp. – Arten (Plural)
n.d. – ohne Datum
N/A – nicht zutreffend
DOI – digitaler Objektbezeichner
Schlüssel zu einer hochwertigen Übersetzung
- Klarheit und Knappheit: Wiederholungen vermeiden, vereinfachen, ohne an Genauigkeit zu verlieren.
- Wissenschaftliche Treue: ohne die Bedeutung der Ergebnisse zu verändern.
- Terminologische Sicherheit: die im Fachgebiet anerkannten Begriffe verwenden (MeSH, IUPAC usw. heranziehen).
- Redaktionelle Anpassung: Zitierstil (APA, Vancouver), IMRAD-Struktur und Autorenhinweise einhalten.
- Gegenlesen: Es ist unerlässlich, dass eine weitere Fachkraft den fertigen Text prüft.
Vorteile einer professionellen Übersetzung für Ihre Laufbahn
In eine professionelle wissenschaftliche Übersetzung zu investieren, ist nicht einfach ein weiterer Schritt im Publikationsprozess, sondern eine strategische Entscheidung, die Ihre akademische Laufbahn nachhaltig prägen kann. Zu den Vorteilen einer professionellen Übersetzung wissenschaftlicher Artikel zählen:
- Höhere Annahmequote in indexierten Zeitschriften: Einer der unmittelbarsten und greifbarsten Vorteile ist die höhere Wahrscheinlichkeit, dass eine Fachzeitschrift Ihren Artikel annimmt. Oft ist der Inhalt methodisch solide, wird aber wegen sprachlicher Mängel, uneindeutiger Terminologie oder falscher Verwendung des akademischen Englisch abgelehnt. Eine professionelle Übersetzung beseitigt diese sprachlichen und redaktionellen Hürden, sodass das Manuskript nach seinem wissenschaftlichen Wert beurteilt wird.
- Mehr internationale Sichtbarkeit und Zitationen: Eine klare, präzise und gut strukturierte Übersetzung ermöglicht es internationalen Leserinnen und Lesern, die Forschung besser zu verstehen. Das führt zu mehr Lesenden, mehr Zitationen und mehr Verweisen auf Ihre Arbeit, was für Ihren h-Index, Ihr Ansehen und Ihre Fördermöglichkeiten entscheidend ist. Ein schlecht übersetzter Artikel läuft dagegen Gefahr, übersehen oder missverstanden zu werden.
- Weniger Zeitaufwand für Korrekturen und Überarbeitungen: Eine gut gemachte Übersetzung verringert Überarbeitungsaufforderungen der Redaktionen und beschleunigt so den Publikationsprozess. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen und Energie. Zudem verringert es den Frust, wenn ein Artikel wegen vermeidbarer Sprachfehler in eine Endlosschleife von Korrekturen gerät.
- Internationale berufliche Ausstrahlung: Forschende, die auf Englisch publizieren, gelten in der Regel als wettbewerbsfähiger und besser vorbereitet, um an internationalen Projekten teilzunehmen, sich auf Forschungsausschreibungen im Ausland zu bewerben und Teil globaler wissenschaftlicher Netzwerke zu werden. Eine gute Übersetzung öffnet Türen zu Kongressen, Kooperationen und Mobilitätsprogrammen.
- Terminologische Konsistenz für künftige Veröffentlichungen: Die Zusammenarbeit mit professionellen Übersetzenden, die fachspezifische Terminologieglossare anlegen, sichert sprachliche Konsistenz über Artikel, Abschlussarbeiten, Projekte und künftige Publikationen hinweg. So entsteht leichter eine solide, wiedererkennbare und in Ihrer Fachgemeinschaft geschätzte Forschungslinie.
Reale Fälle schlechter Übersetzungen und ihre Folgen
Übersetzungsfehler im wissenschaftlichen Kontext sind keine bloßen Anekdoten: Sie können die Glaubwürdigkeit, das Verständnis der Ergebnisse und sogar die Sicherheit in der klinischen Forschung real beeinträchtigen. Einige Fälle schlechter Übersetzungen in wissenschaftlichen Artikeln:
- Falsche Freunde, die den wissenschaftlichen Sinn verzerren. In einem biomedizinischen Artikel wurde etwa der Begriff „actual” wörtlich als „actual” ins Spanische übertragen, obwohl eigentlich „real” oder „efectivo”richtig gewesen wäre. Das sorgte in einer Ergebnistabelle für Verwirrung, weil die Lesenden die Daten als „aktuell” statt als „geprüft” auffassten. Die Redaktion verlangte eine Korrektur, bevor sie ein Peer-Review in Betracht zog.
- Missverstandene Fachbegriffe. In einem umweltwissenschaftlichen Manuskript wurde „control group” mit „grupo de controlado” übersetzt, was den methodischen Sinn der Studie vollständig veränderte. Der statistische Gutachter stufte den Fehler als kritischen Mangel ein, was zur Ablehnung des Artikels führte.
- Nicht definierte oder falsch verwendete Abkürzungen. Ein Beispiel dafür fand sich in einer pharmakologischen Studie, in der die Kürzel „spp.” (Arten) und „cf.” (vergleiche mit) nicht korrekt eingeführt wurden und die phylogenetische Auswertung mehrdeutig machten.
- Grammatikfehler, die die Logik der Argumentation beeinträchtigen. Ein Forscher übersetzte seinen Artikel selbst und verwendete Formulierungen wie „the results was analyzed”. Das führte nicht nur zu offensichtlichen Grammatikfehlern, sondern auch dazu, dass die angewandte Analyseart missverstanden wurde. Das Ansehen der Arbeit bei den Gutachtenden litt darunter.
Vor diesem Hintergrund lässt sich sagen, dass Übersetzungsfehler nicht nur sprachliche Hürden, sondern auch strukturelle Mängel sind, die die Vermittlung wissenschaftlichen Wissens entwerten können. Auf spezialisierte Fachleute zu vertrauen, ist deshalb keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Lernen Sie unsere Leistungen kennen
Bei Alos Soluciones Lingüísticas wissen wir, dass die Qualität einer wissenschaftlichen Veröffentlichung nicht mit der Forschung endet, sondern sich in der Art ihrer Vermittlung fortsetzt. Deshalb bieten wir ein umfassendes Leistungspaket, das speziell für Forschende, Hochschulen, Forschungsgruppen und Technologiezentren entwickelt wurde.
- Spezialisierte wissenschaftliche Übersetzung.
Wir übersetzen wissenschaftliche Artikel aus dem Englischen, Französischen, Deutschen, Portugiesischen und Italienischen. Ebenso richten wir uns nach den Vorgaben indexierter Zeitschriften (unter anderem Elsevier, Springer, Wiley, Taylor & Francis, PLOS) und verwenden Fachterminologie, die durch internationale Datenbanken wie MeSH, PubChem oder IUPAC abgesichert ist. Wir setzen Übersetzende ein, die in der Disziplin der Autorin oder des Autors ausgebildet sind.
- Sprachliche Überarbeitung und wissenschaftliches Lektorat.
Wir korrigieren Stil, Grammatik und Lesefluss in bereits auf Englisch verfassten Artikeln. Außerdem bieten wir ein Gegenlesen durch muttersprachliche Fachleute mit redaktioneller Erfahrung und formatieren das Manuskript nach den Vorgaben der jeweiligen Zeitschrift (APA, Vancouver usw.).
- Training in Wissenschaftssprachen.
Wir bieten Onlinekurse in wissenschaftlichem Englisch und im Verfassen wissenschaftlicher Artikel an. Ebenso führen wir Workshops zur Vorbereitung auf Kongresse, Verteidigungen von Abschlussarbeiten usw. durch. Darüber hinaus gibt es individuelle Trainings für Forschende, Promovierende und Postdocs.
- Redaktionelle Beratung.
Wir unterstützen Sie beim Verfassen von cover letters und prüfen Ihre Antworten an die Gutachtenden (response to reviewers). Schließlich beraten wir bei Anträgen auf europäische Fördermittel.
Alle unsere Leistungen umfassen Vertraulichkeit, Nachvollziehbarkeit des Prozesses und Lieferfristen, die sich am Publikationskalender der Forschenden orientieren.
Übersetzung, Überarbeitung und Anpassung wissenschaftlicher Artikel, Abstracts, Abschlussarbeiten und wissenschaftlicher Beiträge.
Ja. Kurse in wissenschaftlichem Englisch, wissenschaftlichem Schreiben sowie zur Vorbereitung auf Publikationen und Kongresse.
Fachliche Spezialisierung, Gegenlesen, Übersetzende mit wissenschaftlicher Ausbildung und redaktionelle Kenntnisse.
Vor allem Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Portugiesisch. Wir bieten auch individuelle Sprachkombinationen an.
Zwischen 5 und 10 Werktagen, je nach Umfang und Komplexität.
Selbstverständlich. Senden Sie uns das Manuskript, und Sie erhalten in weniger als 24 Stunden eine Antwort.




