Sie möchten in der Welt der Übersetzung arbeiten und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Bei ALOS helfen wir Ihnen weiter, damit Sie wissen, welche ersten Schritte in diesem spannenden Bereich anstehen, und bald selbst übersetzen können. Welches Studium und welche Ausbildung brauchen Sie? Welche Tipps helfen beim Einstieg am meisten? Welche Berufswege gibt es? Fangen wir an.
Akademische Ausbildung zum Übersetzer in Spanien
Der erste Schritt zur Arbeit im Übersetzungsbereich ist eine solide akademische Ausbildung in Sprachen. In Spanien führt der direkteste Weg über den Bachelorstudiengang Übersetzen und Dolmetschen, der an mehreren Universitäten angeboten wird. Hier in Valencia können Sie an der Universitat de València (UV) und an der Universidad Europea studieren. In der Region Valencia können Sie dieses Studium außerdem an der Universitat d’Alacant (UA) und an der Universitat Jaume I in Castellón (UJI) absolvieren. Der Studiengang vermittelt sowohl allgemeine Übersetzungskompetenz als auch Fachgebiete wie juristisches, technisches oder audiovisuelles Übersetzen. Neben den Bachelorstudiengängen gibt es spezialisierte Masterprogramme, etwa den Master in audiovisueller Übersetzung oder den Master in juristischer und wirtschaftlicher Übersetzung. Diese Zusatzqualifikationen können Ihnen die Türen zu stärker spezialisierten und stärker nachgefragten Bereichen öffnen.
Was brauchen Sie, um herauszustechen?
Über das Studium hinaus gibt es einige Fähigkeiten, die entscheidend sind, wenn Sie in der Welt der Übersetzung herausstechen wollen:
- Beherrschung mehrerer Sprachen. Fundierte Kenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen sind unverzichtbar. Ideal ist es, sich auf stark nachgefragte Sprachkombinationen zu spezialisieren, etwa Englisch-Spanisch, Französisch-Spanisch oder Deutsch-Spanisch. Die eher «exotischen» Sprachen sind eine große Chance. Wenn Sie eine in Spanien wenig verbreitete Sprache beherrschen, eröffnen sich Ihnen Nischenmöglichkeiten. Zwar gibt es insgesamt womöglich weniger Aufträge, dafür ist die Konkurrenz mit Sicherheit deutlich geringer.
- Kulturelles Wissen. Eine gute Übersetzerin muss nicht nur die Wörter verstehen, sondern auch den kulturellen Kontext. Das ist entscheidend dafür, dass Übersetzungen präzise und angemessen sind. Wenn Sie zusätzlich zu Ihren Sprachkenntnissen gereist sind oder im Ausland gelebt haben, verfügen Sie über eine äußerst wertvolle soziokulturelle Grundlage für das Übersetzen und Lokalisieren.
- Spezialisierung auf ein Fachgebiet. Juristische, technische, medizinische und audiovisuelle Übersetzung gehören zu den gefragtesten Bereichen. Eine Spezialisierung auf eines dieser Felder verschafft Ihnen einen Vorsprung vor der Konkurrenz. Es verhält sich genauso wie bei den exotischen Sprachen: weniger Arbeit, aber weniger Konkurrenz.
Und … womit kann ich mich beschäftigen? Wo gibt es Arbeit?
Der Arbeitsmarkt für Übersetzerinnen und Übersetzer in Spanien ist vielfältig. Dies sind einige der wichtigsten Berufswege.
- Freiberufliche Übersetzung (Freelance): Die meisten Übersetzenden entscheiden sich für die Selbstständigkeit und bieten ihre Leistungen Unternehmen, Verlagen, Übersetzungsagenturen oder Privatkunden an. Es gibt Online-Plattformen, auf denen Sie Ihre Leistungen anbieten können, sowie Agenturen wie unsere, die laufend auf freie Mitarbeitende zurückgreifen.
- Übersetzen im Unternehmen. Viele große internationale Unternehmen mit Sitz in Spanien suchen interne Übersetzerinnen und Übersetzer, um die Kommunikation mit ausländischen Partnern zu betreuen. Auch multinationale Konzerne und die europäischen Institutionen beschäftigen spezialisierte Fachkräfte. Das kommt seltener vor, weil diese Leistung meist ausgelagert wird, doch solche Stellen gibt es.
- Literarische Übersetzung: Wenn Sie das Übersetzen von Büchern interessiert, können Sie mit Verlagen zusammenarbeiten. Es ist allerdings ein stärker umkämpftes Feld, und häufig ist einschlägige Vorerfahrung nötig, sodass die Einstiegshürde beträchtlich ist.
- Audiovisuelle Übersetzung: Der Aufstieg der Streaming-Plattformen hat die Nachfrage nach Fachkräften für Untertitelung und Synchronisation erhöht. Netflix, Amazon Prime Video, MAX, Disney+, AppleTV, Filmin … sie alle brauchen Übersetzungen, die auf die Besonderheiten jeder Sprache und Kultur zugeschnitten sind.
Sehr nützliche Tipps für den Einstieg ins Übersetzen
- Machen Sie ein Praktikum und bauen Sie Ihr Portfolio auf. Viele Übersetzungsstudiengänge beinhalten Berufspraktika, eine ausgezeichnete Gelegenheit, echte Erfahrung zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Auch die Mitarbeit an ehrenamtlichen Projekten (etwa für NGOs) kann Ihnen helfen, ein sehr interessantes Portfolio aufzubauen. Natürlich ist «umsonst arbeiten» nicht ideal, aber Sie können es als Weg betrachten, Erfahrung zu sammeln und einen aussagekräftigen Lebenslauf aufzubauen.
- Treten Sie einem Berufsverband bei. In Spanien bietet die Asociación Española de Traductores, Correctores e Intérpretes (der spanische Verband der Übersetzer, Lektoren und Dolmetscher,Asetrad) Ressourcen, Weiterbildung und Networking-Gelegenheiten, die sehr nützlich sein können.
- Bleiben Sie auf dem Laufenden. Die Übersetzung ist ein Bereich in ständigem Wandel, besonders durch die Fortschritte bei computergestützten Übersetzungswerkzeugen (CAT). Machen Sie sich mit Programmen wie SDL Trados (über das wir HIERberichtet haben) oder MemoQ vertraut, die auf dem heutigen Markt unverzichtbar sind. Solche Software bietet viele Möglichkeiten, Übersetzungen effizienter und damit Ihre Arbeit besser zu machen.
Ans Übersetzen!
Eine Laufbahn als Übersetzerin oder Übersetzer in Spanien zu beginnen, ist ein Weg voller Chancen, vor allem wenn Sie sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren und sich in Sprachen und neuen Technologien weiterbilden. Mit Hingabe, Geduld und den richtigen Werkzeugen kann Ihnen die Welt der Übersetzung eine erfüllende Laufbahn mit vielen beruflichen Möglichkeiten bieten. Und bei ALOS warten wir immer darauf, mit Ihnen zusammenzuarbeiten.




