In einem internationalen Arbeitsumfeld ist es eine Schlüsselkompetenz, sich flüssig auf Englisch zu verständigen. Ein gutes Sprachniveau allein reicht jedoch nicht: Kleine Fehler in Stil, Wortwahl oder Aussprache können Ihrer Kommunikation an Professionalität nehmen. In diesem Beitrag benennen wir die häufigsten Fehler, die Sie beim Sprechen oder Schreiben auf Englisch im Beruf weniger professionell wirken lassen. Wenn Sie sie kennen, verbessern Sie Ihr professionelles Auftreten und kommunizieren wirksamer.
1. Unpassender Gebrauch informeller Wendungen
Einer der häufigsten Fehler ist der übermäßige Gebrauch informeller oder umgangssprachlicher Wendungen in Situationen, die einen professionelleren Ton verlangen. Manche Ausdrücke sind im Alltagsgespräch völlig in Ordnung, im beruflichen Umfeld kommt es aber auf das passende Register an.
Beispiel:
Fehler: “Hey, could you send me the report? Thanks!”
Professionellere Variante: “Could you please send me the report at your earliest convenience? Thank you.”
Zu viel Lockerheit kann den Eindruck erwecken, dass Sie berufliche Kommunikation nicht ernst nehmen – ein Fehler, den man vermeiden sollte.
2. Verwechslung der Zeitformen
Falsch verwendete englische Zeitformen machen Ihre Botschaft unklar oder unprofessionell. Besonders kritisch ist das, wenn es um konkrete Aufgaben oder Fristen geht.
Beispiel:
Fehler: “I will send the report yesterday.”
Richtige Form: “I sent the report yesterday.” oder “I will send the report tomorrow.”
Der sichere Umgang mit den Zeitformen ist die Grundlage klarer und präziser Kommunikation.
3. Wörtliche Übersetzung spanischer Wendungen
Es ist sehr verbreitet, Sätze wörtlich aus dem Spanischen ins Englische zu übertragen. Solche Übersetzungen führen jedoch leicht zu falschen oder unnatürlichen Formulierungen.
Beispiel:
Fehler: “I have 20 years.” (wörtliche Übersetzung von “Tengo 20 años”)
Richtige Form: “I am 20 years old.”
Auch Wendungen wie „hacer una llamada“ oder „tener una reunión“ klingen wörtlich übersetzt gezwungen. Im Englischen sagt man treffender “make a call” beziehungsweise “have a meeting”.
4. Falscher Gebrauch von “just” und “only”
“Just” und “only” sind im Englischen heikel, denn beide haben je nach Kontext eine andere Bedeutung. Wer sie verwechselt, macht seine Botschaft mehrdeutig oder unvollständig.
Beispiel:
Fehler: “I just need the report.” (Wenn gemeint ist, dass nur der Bericht benötigt wird, kann der Satz so verstanden werden, dass er sofort gebraucht wird.)
Richtige Form: “I only need the report.”
Der korrekte Gebrauch dieser Adverbien ist für präzise Kommunikation entscheidend.

5. Fehlende Höflichkeitsformeln
Im beruflichen Umfeld sind Höflichkeit und Rücksicht unverzichtbar. Fehlen Höflichkeitsformeln, entsteht schnell der Eindruck, Sie achteten nicht auf Details oder arbeiteten wenig professionell.
Beispiel:
Fehler: “Send me the report.”
Richtige Form: “Could you please send me the report?”
Ergänzen Sie eine höfliche Wendung, um den passenden Ton zu halten – vor allem in E-Mails und formellen Gesprächen.
6. Unzureichende Aussprache und Betonung
Das ist zwar kein schriftlicher Fehler, doch auch die Aussprache prägt Ihre Professionalität. Ist sie schwer verständlich, kommt Ihre Botschaft womöglich nicht klar an – selbst bei einwandfreier Grammatik.
Wenn Sie bei der Aussprache unsicher sind, hilft das Üben mit Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern oder ein Kurs in Business-Englisch sehr. Vor allem die Arbeit an Intonation und Sprechrhythmus macht einen großen Unterschied.
Weitere Tipps zur Verbesserung Ihres Business-Englisch finden Sie in unserem Blog.
Häufige Fragen
Entscheidend ist regelmäßiges Üben, vor allem in beruflichen Kontexten. Arbeiten Sie sowohl am Fachvokabular Ihrer Branche als auch an kommunikativen Fähigkeiten wie Aussprache, Höflichkeit und Satzbau.
Ein fortgeschrittenes Niveau ist nicht nötig, wohl aber das Vermeiden der genannten typischen Fehler. Auch mit mittlerem Niveau wirken Sie professionell, wenn Sie auf Genauigkeit, Klarheit und den passenden Ton achten.
Wenn Sie unsicher sind, richten Sie Ihre Kommunikation am Kontext aus. In E-Mails und formellen Telefonaten sollten Sie Jargon und allzu umgangssprachliche Wendungen meiden. Im Zweifel wählen Sie im beruflichen Umfeld immer die förmlichere Variante.
Ihr Business-Englisch zu verbessern hängt nicht nur davon ab, wie gut Sie die Sprache beherrschen, sondern davon, wie Sie dieses Wissen im Arbeitsalltag einsetzen. Die genannten Fehler zu vermeiden – etwa unpassende informelle Wendungen oder verwechselte Zeitformen – kann verändern, wie man Sie im Unternehmen wahrnimmt. Mit diesen Hinweisen verbessern Sie nicht nur Ihr professionelles Auftreten, sondern fühlen sich auch sicherer und kompetenter in Ihrer beruflichen Kommunikation.
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